Abklärung akuter und chronischer internistischer Erkrankungen

Dies betrifft vor allem Erkrankungen der Organe im Körperinneren (Innere Medizin). Symptome können sich z.B. wie folgt äußern bzw. folgende Organe betreffen:

Atemprobleme, Leistungsschwäche, Herzbeschwerden/Herzrhythmusstörungen, Schwindel, Erkrankungen der Leber, der Niere, der Schilddrüse, Gelenksbeschwerden, Verkalkungen der Gefäße, Thromboseverdacht, Diabetes, Bluthochdruck und vieles andere. Gelegentlich wird bei einem beschwerdefreien Patienten im Rahmen der Vorsorge z.B. ein erhöhter Laborwert festgestellt, der abgeklärt wird. Andere Patienten leiden an einer chronisch fortschreitenden Erkrankung, die regelmäßig eine Adaptation der Medikation erfordert.

...vor Operationen

Wenn eine Operation geplant ist, unterscheidet man nach der Dringlichkeit des Eingriffes. So können manche Operationen wie z.B. eine akute Blinddarmentzündung nicht verschoben werden. Andere Operationen sind notwendig, aber nicht dringlich. Diese Operationen nennt man elektiv. Hier sollte der Patient optimal vorbereitet werden. So ist es nicht ratsam einen Gelenksersatz (Hüfte, Knie) durchzuführen, wenn eine unbehandelte, da unbekannte Verengung der Herzkranzgefäße vorliegt. Denn eine Operation bedeutet Stress und im Rahmen eines solchen Eingriffes kann ein Herzinfarkt ausgelöst werden. Auch eine Blutarmut ist z.B. kein guter Ausgangspunkt für eine solche Operation, die mit einem erheblichen Blutverlust verbunden sein kann. Diabetiker sollten vor einer Operation möglichst optimal eingestellt sein, da eine schlechte Einstellung die Wundheilung beeinträchtigt.

Wichtig ist vor einer Operation eine gute Information. In einem Gespräch werden wichtige Details erfragt (z.B. Gab es früher mal einen Narkosezwischenfall?, Neigen Sie zu Blutergüssen?). Individuell müssen gelegentlich vor der Operation Untersuchungen erfolgen und Therapien eingeleitet werden. Die Situation sollte also vor der Operation möglichst optimal sein, um einen möglichst guten OP-Verlauf und vor allem Heilungsverlauf nach der Operation zu erfahren. 

Belastungs-EKG

Da Veränderungen an den Herzkranzgefäßen(Verkalkungen) sich indirekt auch im EKG zeigen, können mit einem Belastungs-EKG Hinweise für Durchblutungsstörungen am Herzen gefunden werden.

Zudem können die Leistungsfähigkeit des Patienten und das Blutdruckverhalten während der Belastung eingeschätzt werden. Neben Patienten mit Beschwerden (Herzschmerzen oder Atemnot) sollten sich Patienten nach erlittenem Herzinfarkt und Risikopatienten wie z.B. Diabetiker regelmäßig einer solchen Untersuchung unterziehen.

Diese Untersuchung erfolgt auch im Rahmen der Eignungsprüfung als Feuerwehrmann.

EKG

Im EKG können neben dem Herzrhythmus (zum Zeitpunkt der Untersuchung) auch Hinweise für Durchblutungsstörungen des Herzens (Veränderungen des Kurvenverlaufes) oder Folgen eines erhöhten Blutdrucks (Zunahme der Herzmuskelmasse) dargestellt werden.

Eine Ruhe EKG ist nur eine Momentaufnahme, die allerdings Hinweise auf Erkrankungen geben kann.

Langzeit-Blutdruckmessung

Mit einer Langzeit-Blutdruck-Messung, welche über 24 Stunden erfolgt, kann das Verhalten des Blutdrucks im Tagesverlauf und auch nachts beobachtet werden.

Der Verdacht auf eine Arterielle Hypertonie = Bluthochdruck kann mit dieser Messung bestätigt oder ausgeschlossen werden. Manche Patienten haben z.B. nur beim Arzt einen hohen Blutdruck, sonst allerdings nicht. Dieser "Weißkittel-Hochdruck" ist nicht behandlungsbedürftig. Wichtig ist auch eine Absenkung des Blutdrucks während des Schlafes in der Nacht und kann so erfasst werden. Blutdruckspitzen und der durchschnittliche Blutdruck werden dokumentiert, die Therapie kann bei bereits bekannter Hypertonie optimiert werden.

Vorsorge

Jeder Mensch hat individuelles Aussehen und individuelle Eigenschaften. Nicht nur durch die Gene seiner Eltern, sondern auch durch seine Lebensweise und seine Umwelt. Auch das Risiko in der Zukunft zu erkranken ist individuell. 

Schön wäre es, wenn Ärzte Erkrankungen vorhersagen und so verhindern könnten. Also z.B. wissen würden, dass Herr YX mit 62 Jahren einen Herzinfarkt erleiden wird und diesen dann verhindern könnten. Leider ist das nicht möglich. Um trotzdem das Risiko eines Menschen für bestimmte häufige Erkrankungen (wie z.B.Herzinfarkt oder Schlaganfall) abschätzen zu können, bedient man sich der Statistik. Sie gibt zwar keine Vorhersage für ein individuelles Risiko, aber für ein statistisches. Viele Menschen kennen dieses statistische Risiko. So ist allgemein bekannt, dass sich das Risiko an Lungenkrebs zu Erkrankungen durch Rauchen erhöht. Vorsorge bedeutet dieses Risiko für häufige Erkrankung zu erkennen und zu senken. Dazu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: z.B. Umstellung der Ernährung, mehr Bewegung oder Medikamente. Formal abzugrenzen von der Vorsorge ist die Früherkennung. Damit sollen Erkrankungen in einem frühen Stadium erkannt werden, in dem sie heilbar sind oder Folgeerkrankungen verhindert werden können. Eine solche Untersuchungen ist z.B. die Darmspiegelung. Sie wird in unserer Gemeinschaftsordination von Herrn Dr. Sturn durchgeführt.

Akupunktur

Nicht immer liegt bei Beschwerden oder Schmerzen eine Erkrankung vor, die schulmedizinisch eingeordnet werden kann. Es findet sich bei der Durchuntersuchung keine Abweichung von der Norm.

Trotzdem bestehen die Beschwerden. Hier gibt es weltweit unzählige andere Denkansätze und Erklärungsmodelle. Kein Arzt kann all diese beherrschen. Aber es ist angenehm für Arzt und Patient, wenn man das eine oder andere Erklärungsmodell, die Erfahrung anderer Kulturen nutzen kann.

Eine von vielen Alternativen bietet die Chinesische Medizin. Auch hier wird nicht nur akupunktiert, sonders es gibt auch eine Chinesische Kräuterlehre, die eben östlichen Medikamenten entspricht. Eine akute Blinddarmentzündung z.B. wird heute auch in China operiert. Die Akupunktur kann mit der Schulmedizin gut kombiniert werden – dadurch kann die eine oder andere Tablette gespart werden.

Im östlichen Denken wurden Medizin und Philosophie in den letzten Jahrhunderten, anders als bei uns im Westen, nicht getrennt. Daher handelt es sich bei östlicher Medizin um einen völlig anderes Denkmodell. Symptome werden hier z.B. durch einen blockierten Energiefluss im Körper oder ein Missverhältnis zwischen Yin und Yang erklärt. Mittels Akupunktur soll dieses Ungleichgewicht wieder beseitigt werden.

Nach erfolgter schulmedizinischer Beurteilung, welche immer bei Beschwerden erfolgen sollte, kann die Akupunktur eine Alternative sein. Dazu werden in spezielle Hautpunkte feine Nadeln gestochen, welche über 15-20 min belassen werden. Solch eine Akupunktursitzung muss mehrmals erfolgen, nach der ersten Behandlung kann es zu einer sogenannten Erstverschlimmerung – wie auch aus der Homöopathie bekannt, kommen. Der Stich tut nur minimal weh, da es sich um sehr feine Nadeln handelt, die Haut an der Einstichstelle wird desinfiziert. Die Nadeln werden nur 1x verwendet und dann weggeworfen.

Diabetes

Betreuung von Diabetikern Typ I und II sowie Insulinpumpenträgern. Seit 2007 leitet Frau Dr. Wagner die Diabetesambulanz des Krankenhauses Dornbirn. Sie wird dies neben ihrer Ordinationstätigkeit weiterführen.

Jährlich wird dort eine strukturierte Schulung der Patienten mit Diabetes durchgeführt. Frau Dr. Wagner hat sich seit Beginn ihrer Ausbildung zur Internistin besonders mit dem Diabetes beschäftigt. Sie absolvierte das Diabetes Management Programm der Ärztekammer, hospitierte an der Universitätsklinik Innsbruck bei Prof. Kaser und nimmt regelmäßig an Weiterbildung im Bereich Diabetes (z.B. Jahrestagung der Österreichischen Diabetesgesellschaft) teil. 

Wir betreuen Patienten mit Typ I-Diabetes. Diese Patienten sind meist auf eine Funktionelle Insulintherapie (Basis-Bolus-Insulin) eingestellt. Auch Träger einer Insulinpumpe werden von uns betreut. 

Für Patienten mit einem Diabetes Typ II sind wir ebenfalls gern da. Hier gibt es verschiedene individuelle Therapiekonzepte, die die aktuellen Lebensumstände und individuellen Zielwerte berücksichtigen. 

Die jährlich empfohlenen Kontrolluntersuchungen (EKG, Lipidstatus, Mikroalbumin und Prüfung der Sensibilität und Durchblutung der Füße) können bei uns durchgeführt werden.

Langzeit-EKG

Gelegentlich sind speziellere Untersuchungen wie z.B. ein Langzeit-EKG notwendig. Dabei wird das EKG über 24-48 Stunden aufgezeichnet, um Veränderungen des Herzrhythmus und der Herzfrequenz zum Beispiel in Ruhe (nachts) und bei Anstrengung (Stiegen steigen, Sport) zu erfassen.

Im Tagesprotokoll werden Tätigkeiten (Schlaf, Sport, Fernsehen etc.) dokumentiert. So kann dann festgestellt werden, ob die Beschwerden auf eine zu diesem Zeitpunkt aufgetretene Rhythmusstörung zurückzuführen sind. Auch zur Beurteilung der Herzfrequenz, wenn diese z.B. bei bekanntem Vorhofflimmern eingestellt werden muss, kann das Langzeit-EKG dienen.

Event-Recorder

Manche Rhythmusstörungen treten seltener (z.B. nicht innerhalb von 24 Stunden) auf und meist gerade dann nicht, wenn ein Langzeit-EKG angeschlossen wurde. Daher gibt es ein Gerät (Event-Recorder), welches zum Zeitpunkt der Symptome vom Patienten über das Herz gehalten wird. Es wird dann der Herzschlag zum Zeitpunkt der Beschwerden aufgezeichnet. So könne auch seltene Störungen erfasst werden. 

Lungenfunktion=Spirometrie

Mit der Lungenfunktionsuntersuchung kann z.B. beurteilt werden, wie weit eine Lungenerkrankung z.B. eine „Raucher-Lunge“ (Chronische obstruktive Bronchitis) fortgeschritten ist.

Am Ergebniss dieser Untersuchung orientiert sich die Therapie. Die Untersuchung ist einfach durchzuführen, erfordert jedoch die Mitarbeit des Patienten.

Ultraschall

Mit dem Ultraschall ist es möglich ohne Strahlenbelastung ins Körperinnere zu schauen. In unserer Ordination werden die Bauchorgane, die Schilddrüse und die Gefäße (Arterien und Venen) untersucht.

Desweitern untersuchen wir die Gefäße, welche das Blut zum Gehirn bringen. Bei entsprechendem Risikoprofil wie Rauchen, erhöhtes Cholesterin, Bluthochdruck oder Diabetes können die hirnversorgenden Gefäße Kalkablagerungen aufweisen. Diese sind mit dem Ultraschall gut darzustellen, Engstellen können festgestellt werden. Wenn solche Veränderungen vorliegen, kann mit regelmäßigen Kontrollen beobachtet werden, ob diese Kalkablagerungen oder Engstellen zunehmen.

Mit dem Ultraschall des Herzens kann man neben der Schlagkraft des Herzens auch die Kraft, mit der das Herz das Blut ansaugt, beurteilen. Nach einem Herzinfarkt können die Größe und die verbleibende Schlagkraft eingeschätzt werden. Die Herzklappen werden bei dieser Untersuchung in ihrer Form (Anatomie) und auch Funktion beurteilt.

Um die Qualität von Ultraschalluntersuchungen zu gewährleisten, wurden von der Österreichischen Ärztekammer und der ÖGUM (Österreichische Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin) Qualitätskriterien eingeführt. (siehe unter Team, Dr.Wagner).